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Wocher Panorama Thun

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Alt, wunderschön und erhaben

Der Basler Künstler Marquard Wocher erschafft 1814 das erste Panorama der Schweiz. Fasziniert vom Berner Oberland entwirft er ein Rundbild von 38 m Lauflänge der Kleinstadt Thun und dessen Umgebung, mit Blick bis in die Alpen des Berner Oberlands. Detailreich wirft dieses Bild einen Blick auf das Thuner Alltagsleben vor 200 Jahren und wird mit den unzähligen Geschichten zu einem Wimmelbild für Gross und Klein. Heute ist das Panorama das älteste Rundbild der Welt und ist ein Depositum der Gottfried Keller-Stiftung.
Während wir heute mehrmals pro Jahr in die Ferien fahren oder fliegen, reisten die Menschen vor 200 Jahren eher selten. Umso mehr faszinierten Bilder von fremden, exotischen Orten. Die Erfindung des Panoramas – ein 360°-Gemälde – bot für viele Leute die Gelegenheit, unbekannte Orte und neue Welten zu bestaunen. Die aufwändig gestalteten Rundbilder wurden bald zu Publikumsmagneten einer wissensdurstigen und bildersüchtigen Gesellschaft und gelten heute als erstes Massenmedium der Geschichte.

Nach seinem Besuch im Berner Oberland war der Basler Kleinmeister Marquard Wocher von dessen grossartiger Bergwelt so begeistert, dass er sich einem ungewöhnlichen Projekt widmete: einem Panorama der Stadt Thun. Im Sommer 1809 skizzierte er in Schwindel erregender Höhe, auf einem Dach mitten in der Thuner Altstadt sitzend, das Panorama von Thun und seiner Umgebung. Wocher, der seinen Lebensunterhalt mit Miniaturmalereien verdiente, übersetzte in Basel die Thuner Skizzen von 1809 bis 1814 in ein riesiges Bildband. Fünf Jahre arbeitete er im Alleingang an der Umsetzung.

Quelle:Kunstmusem Thun

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